Posts mit dem Label Baumkuchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Baumkuchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 9. Juni 2015

Ritterburg

Für eine Hochzeit habe ich letztens diese Ritterburg hier gebacken. Die Hochzeit lief unter dem Thema Mittelalter und man sollte sich auch als Gast mittelalterlich kleiden. Ziemlich spontan entschied ich mich dazu noch einen Kuchen zu backen. Und es war auch schnell klar dass der Kuchen bei diesem Thema nur eine Ritterburg werden konnte.

Der Kuchen ist zweistöckig und es befindet sich dieser Baumkuchen darunter. Jedoch habe ich die doppelte Menge verwendet.
Der Baumkuchen ist ein relativ stabiler Kuchen weshalb er sich auch zum Stapeln hervorragend eignet.

Die Türme bestehen aus Doppelkeksen die ich mit Kuvertüre zusammengeklebt habe und anschließend mit Fondant eingekleidet habe.



Wie ihr bestimmt sehen könnt habe ich bei dem Fondant eine schöne Maserung hinbekommen. Dafür habe ich die Tescoma Prägematten verwendet. Damit erzielt man super schnell ein tolles Ergebnis. Um die Steinmaserung jedoch noch mehr hervorzuheben, bin ich die Vertiefungen noch mit Puderfarbe in Alkohol aufgelöst nachgefahren. Am Schluss bin ich noch kreuz und quer ein bisschen darüber mit der Farbe um es natürlicher wirken zu lassen. Rechts und links seht ihr noch zwei Nahaufnahmen der Ritterburg. Die Stützen für das Tor sind einfach zwei schwarz angemalte Schaschlikspieße. Und mit dem schwarzen Fondant hatte ich wie immer so meine Probleme. Er wird immer einfach mega schnell bröselig. Aber es ging dennoch gerade noch so. Die Fähnchen habe ich aus Papier gemacht und wie man ganz oben sieht habe ich das Wort LOVE daraufgeschrieben. Außerdem habe ich noch passend zur Hochzeit Eheringe aus Zucker hergestellt und diese noch in die Mitte gelegt. Jedoch habe ich davon kein Foto mehr gemacht.

Das Brautpaar hat sich auf alle Fälle sehr gefreut und das ist ja das Wichtigste bei einem Kuchen.
Jedoch muss ich meine Kuchen immer noch selbst anschneiden, da sie sonst nicht gegessen werden.



Baumkuchen

Für diese Burgtorte habe ich einmal versucht einen Baumkuchen zu backen.
Dabei bin ich auf ein Rezept gestoßen, dass beim ersten Probebacken schon super funktioniert hat und mega lecker schmeckt.

Der Baumkuchen erhält seinen Namen durch die Ringe die er beim backen bekommt. Wenn man die Schichten immer schön braun werden lässt, kann man beim Anschneiden abzählen wie viele Schichten man gebacken hat. Wie bei einem Baum die Jahresringen. Bei meinem Kuchen hier sind es 8 Schichten.


Der Teig der Baumkuchens ist sehr einfach herzustellen. Beim Backen muss man jedoch die ganze Zeit vor dem Backofen sitzen. Je nach Backofen kann dies gut eine Stunde in Anspruch nehmen. Ich habe das letzte Mal 40 Minuten zum Backen benötigt.

Man braucht dafür:

250g Butter
180g Zucker (original: 250g Zucker)
1 Pck Vanillezucker
6 Eier (getrennt)
halbes Fläschen Bittermandel-Aroma
100g Marzipan
6 EL Amaretto
150g Mehl
100g Speisestärke
1 Pck Backpulver
Vollmilchkuvertüre
1 EL Palmin Soft
(Aprikosenmarmelade)


Den Backofen auf Grillstufe stellen und auf 240° vorheizen. 
Butter, Zucker, Eigelb, Vanillezucker und Bittermandel-Aroma sehr schaumig rühren. Danach das Marzipan mit dem Amaretto aufkochen bis es sich komplett verflüssigt hat. Das Ganze bekommt so eine cremige Konsistenz. Diese Mischung zur Teigmasse geben und gut unterrühren. Anschließend Mehl, Speisestärke und Backpulver nach und nach hinzugeben. Das Eiweiß sehr steif schlagen und vorsischtig unterheben.

Nun den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und den Rest gut einfetten. Auf den Boden ca. 3 EL Teig verteilen und diesen gut verstreichen. Der Boden sollte dadurch gerade so bedeckt sein. Nun den Teig weiterhin auf der Grillstufe ca. 4 Minuten backen. Sobald sich der Kuchen oben komplett brauch gefärbt hat den Kuchen herausnehmen und wieder 3 EL Teig darauf verteilen und wieder ca. 4 Minuten grillen. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren.
Falls sich beim Verteilen der Teigmasse die dunkle Schicht lösen sollte, den Teig vorsichtig durch Schwenken auf dem schon gebackenen Kuchen verteilen. Geht auch sehr schnell.

Der Kuchen muss während des kompletten Backens immer im Auge behalten werden, damit er nicht plötzlich zu dunkel wird. Je höher der Kuchen wird, desto kürzer wird die Backzeit. Bei mir waren es am Ende gerade noch 2 Minuten pro Schicht. 

Sobald der komplette Teig aufgebraucht ist, den Kuchen gut abkühlen lassen. 

Nach belieben kann der Kuchen noch mit einer Apricoture eingestrichen werden. Dafür die Marmelade mit einem kleinen Schuss Wasser im Topf einkochen bis sich die Menge fast halbiert hat. Die Marmelade sollte dabei eine dickflüssige Konsistenz haben. 
Diese Apricoture kann noch vor der Kuvertüre auf den Kuchen gestrichen werden.

Danach die gewünschte Menge Kuvertüre schmelzen und mit etwas Palmin vermischen. Dadruch wird die Schokoschicht nicht steinhart wenn sie auskühlt sondern bleibt immer leicht cremig. 
Den abgekühlten Kuchen mit der Kuvertüre überziehen.