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Samstag, 11. Juli 2020

Zahnmedizin - Motivtorte



Diese Torte habe ich als eine Auftragsarbeit gemacht. Ich hatte seit längerem nicht mehr die Möglichkeit eine Motivtorte zu backen und daher hatte ich mich sehr über diese Gelegenheit gefreut.
Die Torte war ein Geschenk für eine fertige Zahnmedizin-Studentin. Sie hatte ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und ihre Eltern wollten sie bei einer kleinen Feier mit einer Torte passend zu diesem Tag überraschen.


Zunächst habe ich verschiedene Entwürfe und Ideen mit den Eltern abgeklärt. Entschieden wurde sich dann am Ende für diese Kuchenvorlage.
Zeit hatte ich ab der Auftragsgebung ziemlich genau 6 Tage. Zum Glück hatte ich noch Fondant bei mir daheim, sodass ich direkt am 2. Tag mit den Dekoelementen beginnen konnte.

Aus Fondant modellierte ich eine Zahnseidebox, eine Zahnpastatube, einen Abschlusshut, eine Schleife und eine Zahnbürste. Da die Zahnbürste am Ende schräg auf der Torte stehen sollte, stabilisierte ich sie im Inneren mit Schaschlikspießen.
Am Tag darauf verzierte ich die jeweiligen Gegenstände noch mit kleinen farbigen Details. Danach konnten sie bis zur Vollendung der Torte aushärten.

Am 4. Tag habe ich die Tortenböden gebacken. Für den unteren Kuchen backte ich einen Vanille-Biskuit und für den oberen Kuchen einen hellen Rührkuchen.
Da ich den Zahn teilweise schnitzen musste, musste es für den oberen Kuchen ein stabilerer Teig werden.

Am 5. Tag rührte ich für die Füllung eine Pudding-Buttercreme an und zum Anstreichen eine ganz normale amerikanische Buttercreme. Dann begann das Stapeln, Schnitzen und Eindecken der Kuchen.
Alle Dekoelemente kamen nach und nach an den vorgesehenen Platz und am späten Abend war die Torte komplett fertig vor mir gestanden.

Nach einer Nacht im kühlen Keller wurde die Torte gleich morgens am 6. Tag abgeholt.  

Mit dem Endergebnis war ich am Ende sehr zufrieden und auch den Eltern und später der Beschenkten  hat sie sehr gut gefallen. Zum Herstellen der Torte habe ich im Endeffekt ca. 9 -10 Stunden benötigt.





Dienstag, 31. Dezember 2019

Weihnachtszwerge


Um die Weihnachtszeit habe ich einen kleinen Minikuchen gebacken. Bei diesem Kuchen war im Grunde genommen mehr Zuckerdeko dabei als Kuchen, aber ich fand es einfach eine süße Kuchenidee.

In den kleinen Päckchen befinden sich kleine Würfel aus Baumkuchen. Den restlichen Baumkuchen habe ich einfach ebenfalls in kleine Würfel geschnitten und mit einem Schokoguss überzogen. Dadurch war am Ende trotzdem der komplette Kuchen auf dem Tisch gestanden.

Die drei kleinen Wichtel habe ich aus Modelliermasse hergestellt. Und sie stehen auch heute noch bei meinen Eltern auf einem kleinen Regal. Den Fondant habe ich dafür immer gleich schon passend in der richtigen Farbe mit Pastenfarben eingefärbt. Darf ich also vorstellen, die drei fleißigen Wichtel aus meiner Zuckerküche 😀:





Der Schlitten besteht ebenfalls aus eingefärbter Modelliermasse. Nach einem Tag trocknen, war er auch stabil genug um aufgestellt und montiert zu werden. Um den Baumkuchen habe ich normalen Fondant gemacht. Man sieht, dass ich leider für diesen Schritt etwas in Zeitnot gekommen bin. Die Geschenke sehen dadurch etwas verdellt aus. Aber im Grunde genommen ist das auch nicht schlimm gewesen.
Zum Abschluss hier nochmals zwei kleine Bilder des Schlittenkuchens:

Dienstag, 20. Dezember 2016

Wikinger


Wieder steht bei uns ein Geburtstag an und ich habe endlich wieder die Möglichkeit eine Motivtorte zu backen. Es sollte mal wieder eine 3D-Torte werden und daher brauchte ich mir auch keine großen Gedanken über den Kuchen machen. Denn für 3D-Torten braucht man möglichst stabile und vor allem schnittfeste Kuchen, die nicht sofort zerbröseln. Am besten eignen sich dafür ganz normale Rührkuchen. Ich habe mein Rezept einfach noch mit ein paar Schokostückchen und Kirschen aufgepimpt, da ich finde, dass so ein reiner Rührkuchen doch manchmal etwas langweilig schmeckt.

Was sollte es also dieses Mal für ein Kuchen werden? Die Idee für den Kuchen stammt aus dem Buch Animation in Sugar 2 von Carlos Lischett. Ich bin absoluter Fan von diesem Buch, da darin sowohl Kuchenaufsetzer als auch ganze Kuchen beschrieben werden. Das Buch ist zwar auf Englisch aber dennoch sehr verständlich.

Jetzt zeige ich euch also hier die Entstehung meines Wikinger-Kuchens:

 Angefangen habe ich im Prinzip schon eine Woche vorher, um den Fondant herzustellen, den ich immer selber mache. Insgesammt habe ich ein bisschen mehr als 1kg gebraucht. Auch schon ein paar Tage vorher habe ich das Gesicht und den Helm hergestellt, da diese einige Zeit brauchen um fest zu werden. Ich hatte Angst, sie würden mir zusammenfallen und kaputt gehen, falls ich sie erst am Tag des Dekorierens herstellen würde. Das Gesicht besteht aus Hautfarbenem und orangenem Fondant, den Helm habe ich aus braunem Fondant hergestellt, den ich nach dem Trocknen mit silberner Lebensmittelfarbe angemalt habe.

Für den Kuchen habe ich zwei 15cm Durchmesser Kuchen gebacken und dann einfach mit etwas Ganache aufeinander gestapelt. Den Kuchen stellte ich dann kurz in den Kühlschrank, damit er fester und stabiler wird, und dann fing ich an ihn zurechtzuschnitzen. Anschließend habe ich noch den ganzen Kuchen mit Ganache eingedeckt und dann ging es für den Kuchen wieder über Nacht in den Kühlschrank.

1. Bild (Hose):
Die Hose besteht zur etwa zwei Drittel aus dunkelbraunen Fondant (4cm breite) und zu einem Drittel aus schwarzem Fondant (2cm breite). Die Streifen habe ich nacheinander zurechtgeschnitten und dann auch seperat mit etwas Zuckerkleber am Körper befestigt. 

2. Bild (Oberteil):
Das Oberteil besteht aus hellbraunem Fondant den ich am Körper zurechtgeschnitten habe. Um diese raue Struktur zu erreichen habe ich einfach mit einem Gemüsebürste den aufgelegten Fondant bearbeitet.
Der Gürtel besteht aus zwei dünnen Strängen Fondant und einem runden Fondantstück, dass ich ebenso wie den Helm nach dem Ankleben mit silberner Lebensmittelfarbe angemalt habe

3. Bild (Gesicht):
Das Gesicht habe ich mit Zahnstochern am Körper befestigt. Ebenso den Helm der nicht auf dem Kopf aufliegt, da er dafür zu schwer war, sondern auch mit zwei Zahnstochern direkt am Körper befestigt worden ist.

4. Bild (Arme):
Die Arme bestehen wieder jeweils aus hautfarbenem Fondant. Damit diese nicht absacken habe ich anfangs zur Stütze einfach eine Rolle untergelegt, bis alles fest genug war. Oben am Arm befinden sich noch Ärmel, die ich in der gleichen Farbe gemacht habe wie das Oberteil und auch in der gleichen Art und Weise strukturiert.

5. Bild (Fell, Boot und Angel):
Das Fell besteht aus braun gefärbtem Royal Icing. Mit einer Tülle, die normalerweise zum Spritzen für Blumen gedacht ist, habe ich das Royal Icing einfach direkt auf den Rücken gespritzt. Es sollte von der Konstistenz her eher fest sein, da die einzelnen Zacken nicht wieder ineinander verlaufen sollten.
Das Boot besteht aus eher dunklem senfgelbenem Fondant. Die Unterseite hat die Form eines Rugby-Balls. Also vorne und hinten spitz zulaufend und in der Mitte breit. Die Seiten sind vorne und hinten jeweils etwas höher als in der Mitte. Befestigt habe ich sie mit etwas Zuckerkleber sowohl an der Außenseite der Unterseite als auch auf dem Cakeboard.
Die Angel besteht aus dunkelbraunem Fondant und einem Schaschlikspieß. Den Fondant habe ich einfach um den Spieß gewickelt und vorsichtig festgedrückt. Als Schnur habe ich einen Baumwollfaden genommen. Wenn man will, kann man auch die Schnur aus dünnem Fondant herstellen, jedoch musste der fertige Kuchen noch mit dem Auto transportiert werden, und da wäre mir ein so dünner Fondantstrang auf alle Fälle gebrochen.
Am Ende habe ich das Cakeboard, welches ich einfach mit Alufolie überzogen habe, noch mit blauer Lebensmittelfarbe angemalt. Ich hatte leider nicht mehr genügend Fondant daheim, um auch noch das Board damit zu überziehen. Aber ich fand, dass es auch so richtig toll gewirkt hat und man auch.

Angeschnitten wurde der Kuchen noch am selben Tag, an dem ich ihn fertig verziert hatte. Zum backen und verzieren habe ich wieder 2 Tage gebraucht, wobei das Verzieren dieses Mal sogar relativ schnell ging. Denn ich habe nur ca. 6-7 Stunden für die komplette Gestaltung gebraucht.
Zum Schluss habe ich hier nun noch ein paar Bilder, auf denen der Wikinger von allen Seiten zu sehen ist, damit das Nachbacken leichter fällt 😉.




Montag, 7. März 2016

Rose

Diese Motivtorte ist wieder zum Geburtstag meiner Mutter entstanden.
Bei uns im Wohnzimmer hängt ein riesiges Rosenbild an der Wand und daher war es einfach eine neue Tortenidee zu finden.
Unter den Rosenblättern habe ich einen Wunderkuchen in einer Backform mit einem Durchmesser von 20cm gebacken.
Einmal in hell und einmal in der Schokoladenversion. Dadurch wurde der Kuchen nicht zu breit und hatte eine schöne Höhe.


Als Füllung habe ich eine fruchtige Buttercreme mit Kirschgeschmack hergestellt.
So war die Torte nicht nur außen rosa sondern auch noch innen 😊
Meine Tortenböden habe ich dann jeweils halbiert und immer abwechselnd mit Hilfe der Buttercreme helle und dunkle Böden gestapelt.
Der Kuchen kam dann so vorbereitet über Nacht in den Kühlschrank.

Am nächsten Tag bekam der Kuchen seine Form.
Dafür schnitze ich ihn in eine breitere Rosenkegelform.

Der Kuchen bekam dann noch eine Schicht Buttercreme außenrum und landete danach schon wieder im Kühlschrank.

Als letzter Schritt war es nun an der Reihe den Kuchen zu verzieren. Dafür hatte ich schon im Vorraus knapp 1kg rosa Modellierschokolade und 300g grüne Modellierschokolade vorbereitet.

Und dann fing ich an wie bei einer Zuckerrose den Kuchen nach und nach mit einzelnen Blütenblättern zu umschließen.

Man fängt mit der Mitte und einem halben Kreis an und  setzt dann immer größer werdene Halbkreise außenrum.
Die Blätter müssen dabei gegen Ende immer größer werden, sodass auch der untere Teil gut bedeckt ist.

Die Blätter stellte ich anschließend mit der grünen Modellierschokolade her und drapierte sie um den Blütenkelch.
Als Abschluss puderte ich die Rose und die Blätter noch etwas mit Puderfarbe ein, sodass die Rose etwas natürlicher aussah.


Und so konnte der Kuchen serviert werden. 
Die Rose schnitt ich mit einem Brotmesser an, da man damit viel einfacher durch die Rosenblätter gekommen ist, ohne gleich die komplette Optik zu zerstören.
Den Anschnitt fand ich persönlich sehr schön, da die Füllung einen tollen Kontrast gab zu dem Kuchenteig und optisch gut zur Rosenfarbe gepasst hat.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Cake World - Tauftorte

Vom 8. - 10. Mai fand in Friedrichshafen zum ersten Mal die Cake World statt und da musste ich auf jeden Fall hin. 
Ach habe ich mich getraut, das erste Mal an einem Wettbewerb teilzunehmen.

Leider hat es mit einer Platzierung nicht geklappt da ich durch einen doofen Verständnisfehler disqualifiziert worden bin. Dennoch habe ich von der Jury eine super Rückmeldung bekommen und bin ganz bestimmt nächstes Jahr wieder mit einer Torte dabei.

Teilgenommen habe ich in der Kategorie "einstöckige festliche Torte".
Bei der Messe habe ich dann gesehen, dass man das Wort Festlich nicht allzu Ernst nehmen darf. Das Wort "Motivtorte" hätte wahrscheinlich besser gepasst, da wirklich alles zu sehen war.

Da ich das im Vorraus jedoch nicht wusste, habe ich mich für eine Torte mit dem Thema Taufe entschieden. Die komplette Torte ist in Pastellfarben gehalten und passt somit wunderbar zu diesem Thema.

Für die Dekoration entschied ich mich einen Heißluftballon zu bauen und das war der Disqualifizierungsgrund. Ich hatte nämlich in den Heißluftballon oben eine Styroporkugel getan, um die Runde Form hinzubekommen. Dadurch galt meine Torte als 2-stöckig und nicht mehr wie vorgegeben als einstöckig. Aber soetwas passiert einem auch nur ein einziges Mal =D.



Angefangen habe ich den Kuchen indem ich die Tiere modelliert habe. So entstanden an einem Tag die Giraffe, der Elefant, der Pandabär und der kleine Affe.

Anschließend  stellte ich den Korb her. Die geflochtene Struktur stellte mich vor eine große Herausforderung. Aber nach vielen Versuchen hatte ich es dann endlich geschafft.
Damit der Korb auch schön rund trocknet habe ich ihn um eine Rolle Küchenpapier gestellt, die zufällig genau die richtige Größe hatte. Nachdem alles genug Zeit hatte zum trocknen, kamen die Tiere an ihre vorgesehenen Plätze.

Jetzt konnte man in den Zwischenräumen sehen, dass ich bei den Tieren nur die Oberkörper modelliert hatte. Also entschied ich mich kurzerhand noch eine blaue Decke aus Fondant in den Korb zu legen. Damit konnte ich geschickt ein paar Unsauberheiten überdecken. 

Als nächstes war der Heißluftballon an der Reihe.
In diesem befindet sich wie oben schon beschrieben die verhängnisvolle Styroporkugel. Um diese Einzudecken habe ich erst diverse Angaben berechnen müssen damit alle Teile am Ende perfekt aneinander passen.

Irgendeinen Denkfehler hatte ich jedoch dabei, denn es sollten eigendlich mehr Teile werden. Gepasst hat es trotzdem.

Um unsaubere Kanten zu verdecken habe ich die braunen Streifen angebracht und als Deko noch die kleine Girlande mit den Schleifen. Für den Schriftzug BABY habe ich mich erst relativ spät entschieden, da mir der Ballon als er fertig war etwas leer vorkam.

Das blaue Band unten am Ballon habe ich erst so trocknen lassen, bevor ich dieses am Ballon befestigt habe. So konnte ich sicher sein, dass es seine Form behält.

Als Seile vom Korb zum Ballon verwendete ich Schaschlickspieße, welche ich silbern anmalte.



Den Kuchendummi habe ich mit weißem Fondant eingekleidet.
Anfangs wollte ich dann eine Spitzendecke darauflegen jedoch hat mir diese nicht gefallen sodass ich auf eine Patchworkdecke umgestiegen bin.

Und auch diese musste ich 2 Mal neu machen, da sie mir beim ersten Mal komplett gebrochen ist... Ich weis immer noch nicht was da mit dem Fondant los war.

Beim ersten Versuch habe ich die Decke komplett fertig gemacht und wollte sie komplett auf den Kuchen legen, da das ja Misslungen ist, legte ich beim zweiten Versuch erst nur den braunen Fondant auf den Kuchen und drapierte ihn so hin wie ich ihn haben wollte. Erst danach machte ich mich an die Arbeit die einzelnen Vierecke für das Patchworkmuster herzustellen. 

Hier habe ich etwas unsauber gearbeitet, weshalb die Ränder nicht perfekt aneinanderpassen, aber dennoch bin ich mächtig stolz auf diese Decke. 
Anfangs machte ich nur eine Decke jedoch war mir da der Kuchen noch zu leer weshalb ich an den Rändern noch weitere Deckenteile befestigte. 



Der Kuchen steht auf einem Cake Board, dass ich auch braun eingedeckt habe. Eigendlich wollte ich dann auch noch um den Rand ein Band machen aber das habe ich irgendwie komplett vergessen. 
Für den Transport steckte ich den Ballon in einen extra Karton und polsterte alles gut aus. Da ich selbst nicht schon Donnerstags nach Friedrichshafen fahren konnte, gab ich den Kuchen meiner Mutter mit und hoffte, dass er die 3-stündige Fahrt heil überstehen würde. Vor Ort musste dann auch meine Mutter den Ballon befestigen, was sich als sehr kompliziert herausstellte, jedoch hat sie es nach fast 20 Minuten herumprobieren dann geschafft ohne das etwas kaputt gegangen ist. 
Wie alles aussah, konnte ich dann erst Sonntags sehen, als ich auch in die Cake World gegangen bin. 

Leider entsprach mein Kuchen ja dann nicht den vorgegebenen Richtlinien jedoch habe ich wirklich super tolle Tipps von der Jury bekommen, was ich bei dem Kuchen noch verbessern könnte. Dafür nahm die Jury sich fast eine viertel Stunde zeit. Auch wenn ich nichts gewonnen habe, hat es sich für mich dennoch gelohnt dort teilzunehmen.




Blumenmädchen

Diese Torte ist zum 50. Geburtstag meiner Mutter entstanden und hat mich viele Stunden
Arbeit gekostet. Vor allem da ich viele Blumen auf die Torte machen wollte und ich bisher nur eine einzige Zuckerblume hergestellt hatte. Eine weitere Herausforderung war der Kuchen in Form einer Topsy Turvy Torte. Naja da muss ich zugeben, dass mir diese Form nicht ganz so gut gelungen war, aber durch die vielen Blumen hat man das am Ende sowieso nicht mehr gesehen. Unter der Dekoration befindet sich zum einen ein Schoko-Nuss-Kuchen und zum anderen eine Rüblitorte. Beide sind sehr stabil und sind etwas länger haltbar als normale Torten.
Gebacken habe ich die Kuchen schon in einer schrägen Form, damit ich später nichts mehr zurecht schneiden musste. Dafür habe ich einfach eine Tasse unter die Backform gestellt und somit musste ich nur den oberen Teil begradigen, damit der Kuchen später stabil steht. Leider wurde der gesamte Kuchen irgendwie niedriger als gedacht. Aber da hatte ich einfach zu wenig Teig verwendet.

Auf den Kuchen sollte eine Figur. Da ich seit Weihnachten das Buch Animation in Sugar von Carlos Lischetti besitze wollte ich auf alle Fälle eine Figur aus diesem Buch versuchen.
Nach kurzer Suche entschied ich mich für die Fashionista eine sehr elegante Figur die ich nur leicht abwandelte. Ich hatte gedacht, dass es sehr schwer werden würde diese Figur herzustellen, jedoch war alles so gut erklärt dass es wirklich super bei mir funktionierte.
Nur ein großes Problem entstand bei mir. Als ich alles fertig hatte und den Oberkörper auf die Beine setzen wollte sind mir von dem Gewicht die Beine abgebrochen. Zum Glück konnte ich die Figur rechtzeitig auffangen und so ist es wirklich nur bei den abgebrochenen Beinen geblieben. Also musste ich diese komplett neu modellieren. Einen Tag vor der Geburtstag. Ich habe in den Fondant soviel CMC eingearbeitet, dass ich ihn kaum noch kneten konnte. Aber irgendwie habe ich es dennoch geschafft die Beinform hinzubekommen. Sie waren zwar bei weitem nicht so schön wie die erste Version aber immerhin hatte meine Figur so wieder Beine.
Die Blumen entstanden in den Wochen davor nach und nach.
Insgesamt stellte ich eine Rose her, eine Rose bei der ich die Ränder zu wellig ausgedünnt hatte und sie somit nicht mehr wie eine Rose aussah. 7 orangene Tulpen, 6 Phantasieblumen in grün und rosa, 9 blaue Lavendelähnliche Blumen, ganz viele weiße Blümchen und noch ein paar grüne Blätter.
Tatsächlich haben am Ende alle Blumen einen Platz auf der Torte gefunden. Nur ein paar weiße Blümchen sind mir leider zerbrochen. Wie man Zuckerblumen herstellt habe ich mir alles selbst beigebracht und so bin ich mächtig stolz auf die vielen schönen Blumen.

Eingedeckt habe ich den oberen Kuchen mit weißem Fondant und den unteren Kuchen mit orangenem Fondant. Die Figur stellte ich erst nach dem Transport in die Feierhalle auf den Kuchen, da ich Angst hatte, sie könne nochmals kaputt gehen.
Meine Mutter hat sich wirklich sehr über den Kuchen gefreut und  auch die Gäste waren total begeistert.
Alle Blumen und auch die Figur wurden nach dem Fest auf einem Dummi befestigt und haben nun einen Ehrenplatz im Wohnzimmer gefunden.




Mittwoch, 1. April 2015

Leuchtturm

Diese Leuchtturmtorte habe ich für eine Freundin gebacken. Da an ihrer Zimmerwand ein riesiger Leuchtturm prangt, habe ich mir gedacht, dass ihr so eine Torte bestimmt gefallen könnte.
Bei diesem Kuchen war der Leuchtturm das Problem, da dieser relativ schwer wurde. Der Kuchen musste also sehr stabil sein. 

Den Leuchtturm habe ich als erstes gemacht. Damit dieser am Ende nicht viel zu schwer wird habe ich in die Mitte eine halbe Küchenpapierrolle genommen. Um diese habe ich Alufolie geschlagen und dann das Fondant außen herum modelliert. Dies hat finde ich sehr gut geklappt und dadurch habe ich wirklich viel Gewicht sparen können. Die Aussichtplattform und alles darüber habe ich erst gut durchtrocknen lassen, bevor ich alles zusammengebaut habe. Zur Sicherheit ist alles mit mehreren Schaschlikspießen gestützt. 

Die Muscheln habe ich aus Blütenpaste hergestellt. Dadurch haben sie besser ihre Form behalten. Die restliche Deko war ausnahmsweise mal nicht essbar... Aber ich wollte kein Fischernetz aus Fondant herstellen und gestört hat es auch keinen, da man es ja ganz einfach vor dem Anschnitt abnehmen konnte.  Das Fischernetz habe ich aus weißer Wolle geknüpft was gar nicht so schwer war.
Die Zaunpfähle sind halbierte Schaschlickspieße die ich mit Draht verbunden habe und für das Gras habe ich einfach Dekogras aus dem Bastelladen verwendet. Die Feine Grasstruktur hätte ich einfach nicht aus Zucker hinbekommen.
Eingedeckt habe ich den Kuchen mit hellblauen Fondant. Der Sand war auch ganz einfach zu machen: Dafür einfach ein paar Butterkekse fein zerbröseln und schon ist er fertig. Damit der Sand nicht dauernd von der Torte rutscht habe ich darunter einfach etwas Zuckerkleber getan. Das hat super funktioniert.





                                                   

Schweinetrog

Dies ist eine Motivtorte bei der man mit relativ wenig Aufwand eine super tolle Torte zaubern kann. Sie ist also auch etwas für totale Anfänger, da man bei ihr auch nicht mit Fondant hantieren muss sondern alles auch mit Marzipan machen kann.

Für die Torte kann man komplett frei wählen, welches Innenleben sie haben soll.
Bei mir wurde es eine Schokotorte mit Himbeerfüllung.

Die Torte muss nach dem Abkühlen einmal komplett mit Ganache eingestrichen werden. Dabei muss nicht darauf geachtet werden, dass sie besonders sauber eingestrichen wird, da ein Schweinetrog oben sowieso nicht ordentlich aussieht.

Sobald die Torte eingestrichen ist setzt man rund um die Torte Schokoriegel. Dafür kann man  Kit-Kat, Duplo, Amicelli, usw. verwenden. Einfach das nehmen, was einem am besten gefällt. Ich habe bei mir die Schokoriegel noch zugeschnitten, sodass sie unterschiedlich lang waren. Das sah finde ich einfach besser aus. Damit die Riegel auch wirklich an der Torte halten, würde ich nun einen Tortenring ausenrum machen und ihn erst kurz vor dem Anrichten abmachen. So ist man auf der sicheren Seite, dass nichts abfällt.

Die Schweinchen die in den Trog kommen können nun entweder aus gefärbten Marzipan oder Fondant hergestellt werden.
 
Im Prinzip sind diese Schweinchen auch nicht sehr schwer zu modellieren.
Für die Torte habe ich folgende Dinge hergestellt:
                    - ein sitzendes Schweinchen
                    - einen Rückenschwimmer
                    - ein Schweinchen mit Rettungsring
                    - drei Schweinepopos
                    - Blümchen
Die Schweine bestehen eigendlich nur aus Kugeln in unterschiedlicher Größe.
Die Kleckse auf den Schweinen habe ich mithilfe eines Zahnstochers und etwas geschmolzener Kuvertüre aufgebracht.
Dann kurz alles schön angeordnet und schon kann die Torte serviert werden.
Vorallem bei den Kindern kam die Torte super gut und da sie unbedingt ein Schweinchen haben wollten empfiehlt es sich hier wirklich diese aus Marzipan herzustellen

Dienstag, 9. Dezember 2014

Rollfondant

Nach vielen ausprobieren und ein paar halben Katastrophen habe ich nun endlich meinen perfekten Rollfondant gefunden.

Hierbei handelt es sich um einen Gelatinefondant. Wer jedoch kein Gelatine mag müsste diesen auch duch Agar-Agar ersetzen können. Damit habe ich jedoch noch keine Erfahrung.

Der Fondant muss mindestens eine Nacht ruhen, daher sollte man ihn also früh genug vorbereiten, damit man am Ende nicht in Zeitnot gerät.


Für den Fondant braucht man folgende Zutaten:
1Pck Gelatine
60 ml Wasser
170gr Glukosesirup
1 Tl Glycerin
1/2 Tl Zitronensäure
1kg Puderzucker
1/2 Tl Salz
Palmin Soft

Als erstes lässt man die Gelatine in dem Wasser für 10 min Quellen.

Nun die Gelatine zusammen mit dem Glukosesirup, Zitronensäure, Salz und dem Glycerin im Topf langsam erwärmen bis sich die Gelatine komplett aufgelöst hat. Aber nicht kochen!!
Die Sirupmischen kurz auskühlen lassen.

Nun vermischt man einen Teil des Puderzuckers mit der Sirupmischung. Nach und nach gibt man mehr Puderzucker hinzu. Die Hände gut mit Palmin einfetten und alles zu einem festen Teig verarbeiten.

Diesen muss man anschließend Luftdicht in Frischhaltefolie verpacken und am bessten zusätzlich noch in eine Dose legen. 
Der nun komplett luftdicht verpackte Fondant muss schließlich noch eine Nacht im Kühlschrank ruhen, bis man ihn weiterverarbeiten kann.

Sonntag, 27. April 2014

Kamera

Nachdem ich schon einmal eine 3D-Torte gebacken habe wollte ich mich noch einmal an einen solchen Kuchen wagen.
Für den Geburtstag meines Freundes sollte es eine ganz spezielle Torte werden. Und da er seit geraumer Zeit eine neue Kamera hat und alles und jeden fotografiert nahm ich mir vor ihm eine Kamera zu backen.



Das erste Problem dabei war die Farbe. Denn Kameras sind für gewöhnlich schwarz. Jedoch lässt sich mein Gelatinefondant einfach nicht schwarz färben. Irgendwie verträgt sich dieser Fondant nicht mit den Farben rot und schwarz. Da wird er ganz komisch bröselig, was die Verarbeitung fast unmöglich macht.
Ein neues Fondantrezept musste also für diesen Kuchen her. Nach einiger Recherche bin ich dann auf diesen Schokoladenfondant gestoßen. Er lässt sich noch einigermaßen gut verarbeiten und schmecken tut er auch noch. 

Da auch dieser Kuchen zurecht geschnitten werden musste blieb es auch hier bei einem einfachen Nuss-Schokokuchen. Solche festen Teige sind für diese 3D-Torten einfach am besten.

Das Gehäuse habe ich  getrennt vom Objektiv hergestellt, da dies auf diese Weise viel einfacher zu handhaben ist.
Erst ganz am Ende habe ich beide Teile zusammengesetzt.
Das Glas des Objektives habe ich aus Piping Gel gemacht. Dies ist wirklich ganz einfach herzustellen und auch nicht unbedingt kompliziert in der Verarbeitung.


Dadurch, dass ich Schokoladenfondant verwendet habe wurde die Kamera zwar nicht ganz schwarz sondern eher dunkelbraun, aber das fand ich nun absolut nicht schlimm. Außerdem bin ich mit dem Schokoladenfondant wirklich gut zurechtgekommen. Zusätzlich hat es die ganze Zeit in der Küche super lecker nach Schokolade gerochen. Auch noch ein Vorteil =D. 



Alle Verzierungen habe ich aus Royal Icing gemacht. War zwar leider nicht wirklich optimal, da ich damit nicht wirklich sehr detailreiche Verzierungen auftragen konnte aber für die grobe Erkennung hat es dennoch gereicht. Eigentlich wollte ich mit solchen Lebensmittelstiften arbeiten aber die habe ich nur im Internet gefunden und dafür hat die Zeit einfach nicht mehr gereicht.


Donnerstag, 19. Dezember 2013

Sportschuh


Ich wagte mich nun auch einmal an eine 3D-Torte.
Der Kuchen war für meine Brüder bestimmt und da sie Beide sehr gerne Sport treiben, dachte ich, ich könnte doch einen Turnschuh aus Kuchen herstellen. 

Da man dabei den Kuchen als erstes zurrechtschneiden muss und auch in Form "schnitzen" muss entschied ich mich als Teigbasis für einen Rührkuchen. Diesen stellte ich jedoch so her, dass ein Zebramuster entstanden ist.

Dann habe ich angefangen den Schuh mit Hilfe einer Schablone zurechtzuschneiden. Als Schablone habe ich einfach den Schuhabdruck eines Turnschuhs aus dem Internet verwendet, da ich so sichergehen konnte, dass auch wirklich die Proportionen stimmen. 
Anschließend mit mehreren dünnen Schichten Ganache eingestrichen damit auch wirklich alles ganz glatt ist und dann konnte ich anfangen den Kuchen zu verzieren. 
Im Gegensatz zur üblichen Methode ersteinmal alles mit Fondant einzuschlagen habe ich mir immer Fondant auf den Kuchen gelegt, zurechtgeschnitten und anschließend mit Zuckerkleber festgeklebt. Mit dieser Arbeitsweise bin ich sehr gut zurechtgekommen. Im Bild hier unten könnt ihr nachvollziehen wie ich den Schuh nach und nach aufgebaut habe und gerne könnt ihr das auch als Anleitung für eine eigene Motivtorte nutzen.


Am Tag des Geburtstages war die Überraschung wirklich gelungen. Manchen ist es auf den ersten Blick garnicht aufgefallen, dass vor ihnen ein Kuchen stand. 
Anschneiden musste ich den Kuchen, da meistens eine sehr große Hemmung besteht einen solchen Kuchen zu "zerstören". Wenn er jedoch einmal angeschnitten ist will auch ja jeder ein Stück probieren. Das ist zumindest meine bisherige Erfahrung. Ich habe hingegen absolut keine Hemmungen den Kuchen anzuschneiden, da ich diesen ja extra für diesen Zweck herstelle. Mir reicht es vollkommen wenn ich die Leute ein bisschen begeistern kann mit meinen Kuchen. Sobald der Kuchen fotografiert ist hällt mich nichts mehr zurück den Kuchen anzuschneiden.
Und so sieht übrigends dieser Kuchen hier angeschnitten aus:

Samstag, 12. Oktober 2013

Herbsttorte

Für eine Geburtstagsfeier im Oktober habe ich mir gedacht, dass ein Kuchen passend zur Jahreszeit ja auch einmal etwas schönes sein könnte.
Und so entstand diese zweistöckige Torte:


unter dem Fondant befindet sich ein Schokoladenkuchen. Diesesmal komplett ohne Füllung, da er schon schokoladig genug war der Kuchen mit der Ganache außenherum.
Die vielen kleinen Dekoelemente habe ich aus Marzipan gemacht. Ich wollte, dass man sie auf alle Fälle mitessen konnte und daher kam für mich eine Deko aus Fondant nicht in Frage, da diese doch immer sehr süß ist. Da ist Marzipan dann glaube ich doch die bessere Variante.Und dieser lässt sich auch super mit Lebensmittelfarbe einfärben.

Folgende Dinge habe ich aus Marzipan gemacht.
1 Birne
1 Apfel
10 Kürbisse
6 Fliegenpilze
7 Gebäcke
Trauben
4 Heustängel
2 Steinpilze
10 Blätter
Grünzeug


Das alles habe ich dann auf dem Kuchen verteilt bis es mir gefallen hat und schon war er fertig.

Dienstag, 12. März 2013

Handtasche

Vor circa 2 Jahren wagte ich mich an meine allererste Motivtorte.
Anlass war der Geburtstag meiner Mutter und da ich schon vorher gerne gebacken habe dachte ich, dass man einen Kuchen doch noch irgendwie verschönern könnte.

Auf der Suche nach Inspirationen bin ich dann auch das Thema Motivtorten gestoßen und bis heute liebe ich es immer wieder neue Torten zu backen.

Ich hatte schon immer den Anspruch möglichst viel selbst herzustellen und somit war es für mich auch klar den Fondant selber herzustellen. 
Für die erste Torte habe ich mich an einen Marshmallow-Fondant gewagt von dem ich seitdem die Finger lasse.
Entweder habe ich etwas bei der Zubereitung falsch gemacht oder dieser Fondant ist einfach nichts für mich. Außerdem kann man ihn nicht wirklich dünn ausrollen und er ist doch wirklich sehr sehr süß... Inzwischen habe ich das für mich perfekte Rezept für einen Gelatinefondant gefunden. 

Die Motivtorte sollte eine Handtasche werden. Ein nicht ganz so einfacher Start in die Motivtorten wie ich feststellen musste. Aber am Ende war ich dann doch recht Stolz auf meinen ersten Versuch.

Man erkennt glaube ich dass mir der Marshmallow-Fondant einige Schwierigkeiten bereitet hat.
Außerdem hatte ich viel zu wenig Zeit eingeplant. Vorallem für das Trocknen der Henkel. Diesen hätte ein Tag mehr trocknen bestimmt auch gut getan. Aber sie haben dennoch gestanden. 
Unter der Fondantdecke befinden sich zwei einfache Rührkuchen. Den einen habe ich hell gelassen und den anderen mit Kakao eingefärbt. 
Zwischen die Teigschichten habe ich Erdbeeremarmelade gestrichen, damit der ganze Kuchen noch ein bisschen saftiger wird.
Und natürlich befindet sich unter dem Fondant eine Schicht dunkler Ganache mit der ich inzwischen auch immer besser zurecht komme.
Hier findet ihr auch das Rezept der Ganache und wie man sie zubereitet.






Ja, das war er also... mein erster Kontakt mit Motivtorten. Seitdem backe ich regelmäßig zu allen möglich Anlässen eine Torte oder Muffins. Mir macht es unglaublich viel Spaß die Kuchen zu verzieren und die Anderen freuen sich über eine mal etwas andere Torte.

Bin dann mal wieder in der Küche

Eure Jessi