Mittwoch, 10. Juni 2015

Blumenmädchen

Diese Torte ist zum 50. Geburtstag meiner Mutter entstanden und hat mich viele Stunden
Arbeit gekostet. Vor allem da ich viele Blumen auf die Torte machen wollte und ich bisher nur eine einzige Zuckerblume hergestellt hatte. Eine weitere Herausforderung war der Kuchen in Form einer Topsy Turvy Torte. Naja da muss ich zugeben, dass mir diese Form nicht ganz so gut gelungen war, aber durch die vielen Blumen hat man das am Ende sowieso nicht mehr gesehen. Unter der Dekoration befindet sich zum einen ein Schoko-Nuss-Kuchen und zum anderen eine Rüblitorte. Beide sind sehr stabil und sind etwas länger haltbar als normale Torten.
Gebacken habe ich die Kuchen schon in einer schrägen Form, damit ich später nichts mehr zurecht schneiden musste. Dafür habe ich einfach eine Tasse unter die Backform gestellt und somit musste ich nur den oberen Teil begradigen, damit der Kuchen später stabil steht. Leider wurde der gesamte Kuchen irgendwie niedriger als gedacht. Aber da hatte ich einfach zu wenig Teig verwendet.

Auf den Kuchen sollte eine Figur. Da ich seit Weihnachten das Buch Animation in Sugar von Carlos Lischetti besitze wollte ich auf alle Fälle eine Figur aus diesem Buch versuchen.
Nach kurzer Suche entschied ich mich für die Fashionista eine sehr elegante Figur die ich nur leicht abwandelte. Ich hatte gedacht, dass es sehr schwer werden würde diese Figur herzustellen, jedoch war alles so gut erklärt dass es wirklich super bei mir funktionierte.
Nur ein großes Problem entstand bei mir. Als ich alles fertig hatte und den Oberkörper auf die Beine setzen wollte sind mir von dem Gewicht die Beine abgebrochen. Zum Glück konnte ich die Figur rechtzeitig auffangen und so ist es wirklich nur bei den abgebrochenen Beinen geblieben. Also musste ich diese komplett neu modellieren. Einen Tag vor der Geburtstag. Ich habe in den Fondant soviel CMC eingearbeitet, dass ich ihn kaum noch kneten konnte. Aber irgendwie habe ich es dennoch geschafft die Beinform hinzubekommen. Sie waren zwar bei weitem nicht so schön wie die erste Version aber immerhin hatte meine Figur so wieder Beine.
Die Blumen entstanden in den Wochen davor nach und nach.
Insgesamt stellte ich eine Rose her, eine Rose bei der ich die Ränder zu wellig ausgedünnt hatte und sie somit nicht mehr wie eine Rose aussah. 7 orangene Tulpen, 6 Phantasieblumen in grün und rosa, 9 blaue Lavendelähnliche Blumen, ganz viele weiße Blümchen und noch ein paar grüne Blätter.
Tatsächlich haben am Ende alle Blumen einen Platz auf der Torte gefunden. Nur ein paar weiße Blümchen sind mir leider zerbrochen. Wie man Zuckerblumen herstellt habe ich mir alles selbst beigebracht und so bin ich mächtig stolz auf die vielen schönen Blumen.

Eingedeckt habe ich den oberen Kuchen mit weißem Fondant und den unteren Kuchen mit orangenem Fondant. Die Figur stellte ich erst nach dem Transport in die Feierhalle auf den Kuchen, da ich Angst hatte, sie könne nochmals kaputt gehen.
Meine Mutter hat sich wirklich sehr über den Kuchen gefreut und  auch die Gäste waren total begeistert.
Alle Blumen und auch die Figur wurden nach dem Fest auf einem Dummi befestigt und haben nun einen Ehrenplatz im Wohnzimmer gefunden.




Dienstag, 9. Juni 2015

Ritterburg

Für eine Hochzeit habe ich letztens diese Ritterburg hier gebacken. Die Hochzeit lief unter dem Thema Mittelalter und man sollte sich auch als Gast mittelalterlich kleiden. Ziemlich spontan entschied ich mich dazu noch einen Kuchen zu backen. Und es war auch schnell klar dass der Kuchen bei diesem Thema nur eine Ritterburg werden konnte.

Der Kuchen ist zweistöckig und es befindet sich dieser Baumkuchen darunter. Jedoch habe ich die doppelte Menge verwendet.
Der Baumkuchen ist ein relativ stabiler Kuchen weshalb er sich auch zum Stapeln hervorragend eignet.

Die Türme bestehen aus Doppelkeksen die ich mit Kuvertüre zusammengeklebt habe und anschließend mit Fondant eingekleidet habe.



Wie ihr bestimmt sehen könnt habe ich bei dem Fondant eine schöne Maserung hinbekommen. Dafür habe ich die Tescoma Prägematten verwendet. Damit erzielt man super schnell ein tolles Ergebnis. Um die Steinmaserung jedoch noch mehr hervorzuheben, bin ich die Vertiefungen noch mit Puderfarbe in Alkohol aufgelöst nachgefahren. Am Schluss bin ich noch kreuz und quer ein bisschen darüber mit der Farbe um es natürlicher wirken zu lassen. Rechts und links seht ihr noch zwei Nahaufnahmen der Ritterburg. Die Stützen für das Tor sind einfach zwei schwarz angemalte Schaschlikspieße. Und mit dem schwarzen Fondant hatte ich wie immer so meine Probleme. Er wird immer einfach mega schnell bröselig. Aber es ging dennoch gerade noch so. Die Fähnchen habe ich aus Papier gemacht und wie man ganz oben sieht habe ich das Wort LOVE daraufgeschrieben. Außerdem habe ich noch passend zur Hochzeit Eheringe aus Zucker hergestellt und diese noch in die Mitte gelegt. Jedoch habe ich davon kein Foto mehr gemacht.

Das Brautpaar hat sich auf alle Fälle sehr gefreut und das ist ja das Wichtigste bei einem Kuchen.
Jedoch muss ich meine Kuchen immer noch selbst anschneiden, da sie sonst nicht gegessen werden.



Trommel

Diese Trommel entstand zum Geburtstag meines Freundes.
Unter dem Fondant befinden sich ein heller sowie ein dunkler Rührkuchen, die abwechselnd geschichtet wurden und dann mit Marmelade verbunden wurden.
Dadurch entstand dieses schöne Muster beim Anschneiden den Kuchens.

Da ich ja normalerweise nie auf die Uhr schaue wenn ich die Kuchen verziere, habe ich auch hier keine Ahnung wie lange ich gebraucht habe. Ich habe bei dem Kuchen jedoch das aller erste Mal meine Modellierpresse ausprobiert. Ich habe diese Grüne bei der man die Masse herausdreht.
Und ich muss schon sagen, dass das eine riesige Zeitersparnis ist. Es ist super praktisch wenn man längere Bänder oder Schnüre braucht und diese nicht erst noch gleichmäßig zurecht schneiden muss.


Hier seht ihr nun wie ich den Kuchen verziert habe. 

Das Fell besteht aus weißem Fondant und der Rand des Schlagzeuges wurde bei mir braun. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keine silberne Lebensmittelfarbe hatte, habe ich die Metallteile einfach in grau gemacht. Hat mich jetzt auch nicht gestört und alle fanden es trotzdem toll.
An der Vorderseite habe ich noch eine Plakette angebracht.



Die Schlagzeugstöcke habe ich aus etwas hellerem braun hergestellt. Dabei habe ich in den Fondant noch etwas CMC eingearbeitet damit sie etwas stabiler werden. Jedoch war ich wie immer sehr spät dran sodass eine Nacht zum aushärten nicht gereicht hat. Beim Fotografieren ist mir dann auch glatt einer durchgebrochen. Auf dem Bild oben sieht man es schon wie er sich verbiegt. Später habe ich die Stöcke dann einfach nebeneinander gelegt. Da ist die Bruchstelle dann gar nicht mehr aufgefallen.





Baumkuchen

Für diese Burgtorte habe ich einmal versucht einen Baumkuchen zu backen.
Dabei bin ich auf ein Rezept gestoßen, dass beim ersten Probebacken schon super funktioniert hat und mega lecker schmeckt.

Der Baumkuchen erhält seinen Namen durch die Ringe die er beim backen bekommt. Wenn man die Schichten immer schön braun werden lässt, kann man beim Anschneiden abzählen wie viele Schichten man gebacken hat. Wie bei einem Baum die Jahresringen. Bei meinem Kuchen hier sind es 8 Schichten.


Der Teig der Baumkuchens ist sehr einfach herzustellen. Beim Backen muss man jedoch die ganze Zeit vor dem Backofen sitzen. Je nach Backofen kann dies gut eine Stunde in Anspruch nehmen. Ich habe das letzte Mal 40 Minuten zum Backen benötigt.

Man braucht dafür:

250g Butter
180g Zucker (original: 250g Zucker)
1 Pck Vanillezucker
6 Eier (getrennt)
halbes Fläschen Bittermandel-Aroma
100g Marzipan
6 EL Amaretto
150g Mehl
100g Speisestärke
1 Pck Backpulver
Vollmilchkuvertüre
1 EL Palmin Soft
(Aprikosenmarmelade)


Den Backofen auf Grillstufe stellen und auf 240° vorheizen. 
Butter, Zucker, Eigelb, Vanillezucker und Bittermandel-Aroma sehr schaumig rühren. Danach das Marzipan mit dem Amaretto aufkochen bis es sich komplett verflüssigt hat. Das Ganze bekommt so eine cremige Konsistenz. Diese Mischung zur Teigmasse geben und gut unterrühren. Anschließend Mehl, Speisestärke und Backpulver nach und nach hinzugeben. Das Eiweiß sehr steif schlagen und vorsischtig unterheben.

Nun den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und den Rest gut einfetten. Auf den Boden ca. 3 EL Teig verteilen und diesen gut verstreichen. Der Boden sollte dadurch gerade so bedeckt sein. Nun den Teig weiterhin auf der Grillstufe ca. 4 Minuten backen. Sobald sich der Kuchen oben komplett brauch gefärbt hat den Kuchen herausnehmen und wieder 3 EL Teig darauf verteilen und wieder ca. 4 Minuten grillen. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren.
Falls sich beim Verteilen der Teigmasse die dunkle Schicht lösen sollte, den Teig vorsichtig durch Schwenken auf dem schon gebackenen Kuchen verteilen. Geht auch sehr schnell.

Der Kuchen muss während des kompletten Backens immer im Auge behalten werden, damit er nicht plötzlich zu dunkel wird. Je höher der Kuchen wird, desto kürzer wird die Backzeit. Bei mir waren es am Ende gerade noch 2 Minuten pro Schicht. 

Sobald der komplette Teig aufgebraucht ist, den Kuchen gut abkühlen lassen. 

Nach belieben kann der Kuchen noch mit einer Apricoture eingestrichen werden. Dafür die Marmelade mit einem kleinen Schuss Wasser im Topf einkochen bis sich die Menge fast halbiert hat. Die Marmelade sollte dabei eine dickflüssige Konsistenz haben. 
Diese Apricoture kann noch vor der Kuvertüre auf den Kuchen gestrichen werden.

Danach die gewünschte Menge Kuvertüre schmelzen und mit etwas Palmin vermischen. Dadruch wird die Schokoschicht nicht steinhart wenn sie auskühlt sondern bleibt immer leicht cremig. 
Den abgekühlten Kuchen mit der Kuvertüre überziehen.

Mittwoch, 1. April 2015

Apfelröschen

Heute möchte ich euch zeigen wie man Apfelröschen macht.
Die sehen total super aus, schmecken einfach köstlich und sind gar nicht schwer zu machen.




Zutaten:
 
(für 12 Röschen)
Muffinförmchen
einen fertigen Blätterteig
3 Äpfel
Zimt und Zucker



Man fängt damit an den Blätterteig in 6 gleich große Längsstreifen zu schneiden.
Diese Längsstreifen werden dann anschließend jeweils nochmals halbiert.
Nicht erschrecken, dass die Streifen sehr dünn werden.
Nun hobelt man den Apfel in ganz dünne Scheiben.
Diese Scheiben werden dann kurz in sehr heißes Wasser gelegt.
Währenddessen verteilt man nach belieben den Zimt und Zucker auf dem Blätterteig.
Sobald sich die Apfelscheiben biegen lassen ohne zu zerbrechen kann man sie wieder aus dem Wasserbad herausholen.
Nun fängt man bei dem obersten Streifen Blätterteig an.
Man legt die Apfelscheiben leicht überlappend auf den Blätterteig sodass die Scheiben unten bündig abschließen und oben über den Teig heraus liegen. (große runde Scheiben einfach halbieren)
Dies macht ihr von rechts nach links, bis der eine Streifen komplett bedeckt ist.
Nun muss man den Streifen einfach nur noch vorsichtig aufrollen und in die Muffinform setzen.
Das macht man dann mit allen Streifen.
Sobald alle Röschen fertig sind kommen die in den Backofen.
Für 20 - 25 Minuten bei 200°C (Umluft)
dann nur noch aus den Förmchen holen und nach belieben mit Puderzucker bestäuben.

Leuchtturm

Diese Leuchtturmtorte habe ich für eine Freundin gebacken. Da an ihrer Zimmerwand ein riesiger Leuchtturm prangt, habe ich mir gedacht, dass ihr so eine Torte bestimmt gefallen könnte.
Bei diesem Kuchen war der Leuchtturm das Problem, da dieser relativ schwer wurde. Der Kuchen musste also sehr stabil sein. 

Den Leuchtturm habe ich als erstes gemacht. Damit dieser am Ende nicht viel zu schwer wird habe ich in die Mitte eine halbe Küchenpapierrolle genommen. Um diese habe ich Alufolie geschlagen und dann das Fondant außen herum modelliert. Dies hat finde ich sehr gut geklappt und dadurch habe ich wirklich viel Gewicht sparen können. Die Aussichtplattform und alles darüber habe ich erst gut durchtrocknen lassen, bevor ich alles zusammengebaut habe. Zur Sicherheit ist alles mit mehreren Schaschlikspießen gestützt. 

Die Muscheln habe ich aus Blütenpaste hergestellt. Dadurch haben sie besser ihre Form behalten. Die restliche Deko war ausnahmsweise mal nicht essbar... Aber ich wollte kein Fischernetz aus Fondant herstellen und gestört hat es auch keinen, da man es ja ganz einfach vor dem Anschnitt abnehmen konnte.  Das Fischernetz habe ich aus weißer Wolle geknüpft was gar nicht so schwer war.
Die Zaunpfähle sind halbierte Schaschlickspieße die ich mit Draht verbunden habe und für das Gras habe ich einfach Dekogras aus dem Bastelladen verwendet. Die Feine Grasstruktur hätte ich einfach nicht aus Zucker hinbekommen.
Eingedeckt habe ich den Kuchen mit hellblauen Fondant. Der Sand war auch ganz einfach zu machen: Dafür einfach ein paar Butterkekse fein zerbröseln und schon ist er fertig. Damit der Sand nicht dauernd von der Torte rutscht habe ich darunter einfach etwas Zuckerkleber getan. Das hat super funktioniert.





                                                   

Blütenpaste

Blütenpaste braucht man, um filigrane Zuckerblumen herzustellen.
Außerdem kann man damit Modellierfondant herstellen, indem man es 1:1 mit Fondant mischt.

Man braucht dazu:
40g Eiweiß
225g Puderzucker
4 TL CMC
1 Pr. Salz
Palmin für die Hände




Eiweiß und Salz mit der Küchenmaschine/Handrührgerät kurz verrühren.
Dann den Puderzucker langsam und bei niedrigster Stufe hinzufügen (dabei ca. 1 Tasse übrig lassen)
Nun alles bei höchster Stufe ca. 3 Minuten schlagen.
Danach das CMC bei höchster Stufe hinzufügen und weiter schlagen bis sich die Konsistenz stark verändert (die Masse wird viel fester).
Die Eiweißmasse anschließend mit dem restlichen Puderzucker verkneten.
Sobald die Blütenpaste nicht mehr an den Händen klebt sollte man sie portionsweise in Frischhaltefolie einwickeln und dann luftdicht Verpackt über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. 
Die Blütenpaste wird im Kühlschrank sehr hart aber sobald man anfängt zu kneten wird sie relativ schnell wieder weich und sehr gut zu kneten.